Grundlage bildete seit der karolingischen Zeit die bayerische Besiedlung (Ortsnamen auf -ing, z. B. Grinzing und Ottakring). Schon früh traten fränkische und schwäbische Einflüsse hinzu. Slawische, niederländische und italienische Zuwanderer zur Zeit der Babenberger und der Habsburger gaben der deutschen Kultur neue Impulse. Aus diesen mannigfachen geschichtlichen Berührungen entwickelte die Wiener Bevölkerung einen lebhaften Sinn für Form und Schönheit.
Bereits im Mittelalter zählte Wien mit 20.000 Einwohnern zu den größten Städten des deutschen Sprachraumes. Den gewaltigsten Zustrom erlebte die Stadt während der "Gründerzeit": zwischen 1880 und 1910 stieg die Einwohnerzahl von 592.000 auf zwei Millionen. Die Zuwanderer kamen aus allen Teilen des Vielvölkerstaates der österreichisch-ungarischen Monarchie (vorwiegend aus Böhmen, Mähren, Ungarn und Galizien). Mit einem Anteil von mehr als 60 % fremdsprachiger Zuwanderer galt Wien um 1900 als ungeheurer Schmelztiegel ethnischer und religiöser Gruppen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen hauptsächlich politische Flüchtlinge aus Ungarn und der Tschechoslowakei nach Wien; die meisten haben mittlerweile die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten.
Der überwiegende Teil der Wiener gehört der römisch-katholischen Kirche an (74 %). 7,5 % bekennen sich zum evangelischen, 0,5 % zum mosaischen Glauben.