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Dass sich Formen des Kärntner Brauchtums bis heute erhalten haben, liegt an der Tiefe ihrer Wurzeln. Viele der Mythen und Gebräuche sind vor Jahrtausenden entstanden, noch in heidnischer Zeit, und vieles ist später mit dem Christlichen verschmolzen.

Am augenfälligsten sind die zahlreichen Bildstöcke, die dem Reisenden auf Schritt und Tritt begegnen - angeblich soll es rund 1500 geben.

Einige der bekanntesten traditionellen Bräuche:Das Kufenstechen: in Feistritz an der Gail wird alljährlich am Pfingstmontag ein Fass (Kufe) auf einer mannshohen Stange befestigt. Berittene Burschen müssen es von ungesattelten Pferden aus mit einer Keule zerschlagen.
Beim Kranzlreiten in Weitensfeld reiten drei mutige Burschen am Pfingstmontag unter reger Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Marktplatz um die Wette. Der Siegerlohn ist der Kuß der hölzernen Jungfrau.
Der Reiftanz in Hüttenberg am Dreifaltigkeitssonntag hingegen symbolisiert die 2000 Jahre alte Geschichte des norischen Eisens.
Der Vierbergelauf: Die Wallfahrt über die Vierberge am Dreinagelfeiertag 14 Tage nach Ostern, gehört wohl zu den bedeutendsten Bräuchen in Kärnten. Innerhalb von 17 Stunden werden über 50 km Pilgerweg über die heiligen Berge, den Magdalensberg, den Ulrichsberg, den Veitsberg und den Lorenziberg, zurückgelegt.
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