Rund 78 % der Fläche Kärntens verteilt sich auf Wälder, Wiesen, Weiden und Almen. In den gemischten Laub-Nadelwäldern ist die Buche vorherrschender Laubbaum. In den Auen sind Weide und Erle vertreten. Überwiegend in der Alpenregion sind jedoch die Nadelwälder (Fichte, Lärche).
Für die Kalkplateaus ist die Legföhre (Latsche) typisch. An die obere Waldgrenze schließen die Almen an (1500 - 2300 m). Hier wächst eine äußerst vielfältige Alpenflora (großteils geschützt), wie Alpenaster, Alpenleinkraut, Arnika, Enzian aller Art, Trollblume, Mehlprimel... Bäume sind hier einzelne Zirbelkiefern, Latschen und Lärchen sowie Bestände von Krummholzkiefern (bis 2400 m). Auch eine alpine Heide ist hier vertreten mit Heidekraut, Heidel- und Preiselbeeren und besonders die Alpenrose (Almrausch), die im Frühsommer den Berghängen rote Farbenpracht verleiht.
In der Felsregion (2300 - 2700 m) gedeihen neben Moosen und Flechten noch einige Blütenpflanzen - wie das Edelweiß und die Aurikel (streng geschützt!). Der Gletscherhahnenfuss wächst noch in einer Höhe von 2000 - 4000 m, und ist damit die höchste Blütenpflanze Europas.
Besonders zu erwähnen ist in Kärnten die blaublühende Wulfenie (wulfenia carinthiaca), die als einzigartiges Relikt am Nassfeld (Gartnerkofel) in den Karnischen Alpen vorkommt und natürlich unter strengem Naturschutz steht.