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Aktueller Lawinenlagebericht

Angaben aktualisiert am 08.05.08, 07.30 Uhr
Vorschau für das Pfingstwochenende: Vormittags meist günstige Verhältnisse - Anstieg im Tagesverlauf

Regionale Gefahrenstufenkarten (GSK)
- Zum Vergrößern die Karte/Lupe anklicken -
Regionale Gefahrenstufe Vormittag
Vormittag
Regionale Gefahrenstufe Nachmittag
Nachmittag

Regionale Gefahrenstufen
Gefahrenstellen

Beurteilung der Lawinengefahr

Die Lawinengefahr ist weiterhin von der Tageszeit und der Seehöhe abhängig. Aufgrund der derzeit noch trockenen Luft und der sternenklaren Nacht konnte sich die Schneedecke über Nacht neuerlich sehr gut verfestigen. Die Lawinengefahr ist somit am Morgen zumindest oberhalb von etwa 2000m gering. Im Tagesverlauf steigt die Lawinengefahr dann wieder an. Zuerst betrifft dies tiefere Höhenlagen und extrem steiles O-exponiertes Gelände, gegen Mittag hin dann zunehmend alle Expositionen. Wintersportler sollten dann auf den raschen Festigkeitsverlust der Schneedecke einerseits durch die Aufweichung des oberflächigen Schmelzharschdeckels, andererseits durch die zunehmende Durchnässung der Schneedecke achten. Es können dann im sehr steilen Gelände Nassschneerutsche ausgelöst werden, die am Weg ins Tal auch größer werden können. In den inneralpinen Regionen, speziell in den Stubaier, Ötztaler, Zillertaler und Tuxer Alpen sowie in Zentralosttirol ist unverändert auf die höhere Auslösewahrscheinlichkeit von Lawinen in sehr steilen Hängen der Expositionen W über N bis O v.a. unterhalb etwa 2800m zu achten. Spätestens am Nachmittag reicht dort geringe Belastung aus, um teilweise auch größere Lawinen auszulösen. Ebenso sind dort vereinzelt auch noch spontane (große) Lawinenauslösungen möglich, die besonders exponierte Wege erreichen können.

Schneedeckenaufbau

Die Schneedecke konnte sich von Mittwoch, den 07.05. auf den 08.05. sehr gut verfestigen. An der Schneeoberfläche findet man deshalb außer in dichteren Waldbereichen einen tragfähigen bis zu 10cm dicken Schmelzharschdeckel. In flacheren bzw. schattigen hochalpinen Lagen trifft man hingegen teilweise noch Bruchharsch an. Allgemein ist die Schneedecke unterhalb etwa 2400m in allen Expositionen bis zum Grund nass, darüber betrifft dies v.a. sehr steile von NO über S bis NW-exponierte Hänge bis etwa 2800m hinauf. Inneralpin und in Zentralosttirol muss zudem v.a. in den Expositionen W über N bis O unterhalb etwa 2800m - in windberuhigten Kessellagen auch darüber - eine bodennahe Schwimmschneeschicht als mögliche Gleitfläche für Schneebrettlawinen beachtet werden.

Tendenz

Am Wochenende soll die Luft kurzfristig feuchter werden, was zu einem rascheren tageszeitlichen Festigkeitsverlust führen wird. Am Nachmittag dann v.a. unterhalb etwa 2600m erhebliche Gefahr.
[AUTOR:Patrick Nairz]

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