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überspringenNeuschneezuwächse von bis zu 70cm lassen speziell im Südosten des Landes, konkret in den südöstlichen Ausläufern der Stubaier Alpen, in den Zillertaler Alpen sowie in Osttirol die Lawinengefahr kurzfristig zu einem Thema werden. Vor allem in hochalpinen Bereichen, also vermehrt oberhalb von 3000m haben sich in Kombination mit dem lebhaften Höhenwind frische Triebschneeansammlungen gebildet. Diese können in sehr steilem Gelände der Exposition W über N bis O und allgemein in kammnahem Gelände bereits durch geringe Zusatzbelastung gestört werden. Zudem wird der Neuschnee in tieferen Lagen mit der vorhergesagten Erwärmung auf sehr steilen Grashängen teilweise in Form von kleineren Rutschen abgleiten. Weiters wird man aus extrem steilem, also felsdurchsetztem Gelände zeitgleich mit den ersten Auflockerungen vermehrt Lockerschneelawinen beobachten können.
Die Lawinengefahr wird unterhalb etwa 3000m rasch abnehmen. Darüber müssen Alpinisten speziell in jenen Bereichen, wo vor diesen Schneefällen bereits eine zusammenhängende Altschneedecke bzw. Gletschereis vorhanden war zumindest noch während der kommenden Woche eine mögliche Schneebrettgefahr beachten! Die Gefahrenbereiche werden sich dabei zunehmend auf sehr steiles, schattiges Gelände beschränken.
Eine Kaltfront hat bis heute teils beachtlichen Neuschneezuwachs gebracht. Am meisten schneite es im südöstlichen Teil der Stubaier Alpen, in den Kitzbüheler und den Zillertaler Alpen sowie in Osttirol mit 30cm-70cm. Im übrigen Tirol waren es oberhalb etwa 1000m meist 20-30cm. Der während des Septembers, hier insbesondere der vom 12.09.-15.09. und um den 25.09. gefallene Schnee bildete sich während der zu kalten zweiten Septemberperiode häufig zu großen, bindungslosen Schneekristallen um. Die Verbindung des teilweise vom Wind verfrachteten Neuschnees mit dieser Altschneedecke ist somit ganz speziell auf vergletscherten Flächen, also dort, wo sich bereits größere, zusammenhängende Gleitflächen bilden konnten, nicht gut.