Tirol ist steinreich, was die hier vorkommenden Gesteinsarten betrifft, denn es hat Anteil an allen bedeutenden geologischen Zonen der Ostalpen.
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Im Norden bilden die Nördlichen Kalkalpen eine ca. 50 km2 breite Kette, deren vegetationsarme, schroffe Wände und Gipfel in gewaltigen Schutthalden aus Verwitterungsmaterial zu versinken scheinen. Von West nach Ost gliedert sich die Kette in die Allgäuer und Lechtaler Alpen, in das Wetterstein-, Mieminger-, Karwendel- und Kaisergebirge.
Den größten Teil nehmen die kristallinen Zentralalpen ein, die sich überwiegend aus Schiefergesteinen aufbauen. Die höchsten und weitläufigsten Erhebungen sind die imposanten Gipfel des Hauptkammes, der die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer bildet. Silvrettagruppe, Ötztaler, Stubaier und Zillertaler Alpen stellen hier die Hauptmassive.
Ausladende Gletscher bedecken die Mulden zwischen den höchsten Gipfeln, zu denen viele Dreitausender zählen, wie der höchste Berg Tirols, die Wildspitze (3772 m). Zwischen Drau- und Gailtal hat Tirol mit den Lienzer Dolomiten Anteil an den Südlichen Kalkalpen. Das Inntal, das vom vielbesungenen grünen Inn durchflossen wird, trennt diese zwei Bereiche geologisch voneinander.