Die Tiroler gelten als aufrecht und ein bisschen eigensinnig. Die Ursachen dafür liegen u.a. auch in der Geschichte des kleinen Landes im Gebirge.
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Tirol war bereits seit der Steinzeit besiedelt. Um 15 vor Christus kamen die Römer ins Alpengebiet und gründeten die Provinz Rätien. Die alte Römerstraße „Via Claudia Augusta“ im Tiroler Oberland und das Archäologische Museum von Fließ erinnern noch daran. Im 6. Jhdt. n. Chr. rückten von Norden die Bajuwaren vor. 1027 wurde das Gebiet vom deutschen Kaiser den Bischöfen von Brixen und Trient übertragen. Sie übergaben einzelne Talschaften Tirols an verschiedene Grafengeschlechter als Lehen. Graf Meinhard II. von Görz-Tirol schloss 1286 die Gebiete zur Grafschaft Tirol zusammen. Seine Enkelin, Margarete Maultasch, übergab Tirol 1363 an Herzog Rudolf IV. von Österreich aus dem Haus Habsburg. Der bedeutendste Tiroler Landesfürst war Kaiser Maximilian I. (1459 – 1519), unter dem Innsbruck zum kulturellen Zentrum aufstieg: er gab den Tirolern das Recht auf eigene Landesverteidigung.
Im Spanischen Erbfolgekrieg war Tirol Schauplatz erbitterter Kämpfe (1703). 1805 musste Tirol an Bayern (verbündet m. Frankreich) abgetreten werden. Im Freiheitskampf von 1809 blieben trotz der erfolgreichen Schlachten am Bergisel unter der Führung Andreas Hofers letztlich die Bayern siegreich; erst beim Wiener Kongress 1814 wurde Tirol wieder Österreich zugesprochen. Der Erste Weltkrieg zerschlug die Einheit Tirols erneut. Nach dem Friedensvertrag von St. Germain 1919 kam Südtirol zu Italien.