Schnee und Sonne, das ist der vitale Winter-Cocktail, den Tirol seinen Gästen offeriert. Im Sommer ist es niederschlagsreicher und deshalb satt grün.
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Im Herbst und Winter, wenn das Alpenvorland oft tagelang unter einer geschlossenen Nebeldecke liegt, gibt es in den hochalpinen Tälern und Bergen Sonnenschein und klare Luft. Die Sommer sind niederschlagsreicher, denn Tirol gehört zum kühlgemäßigten, mitteleuropäischen Klimabereich. Das ist der Grund dafür, warum es im Sommer in Tirol so üppig grünt und blüht.
Am regenärmsten ist das obere Inntal (stellenweise weniger als 600 mm Niederschlag pro Jahr). Die meisten Sonnenstunden pro Jahr gibt es in Hochserfaus, nämlich 1940, das sind 52 % der überhaupt möglichen Sonnenscheindauer. Die intensive Sonneneinstrahlung, die mit der Höhe zunimmt, täuscht manchmal über die niedrige Lufttemperatur hinweg. Das Wetter im Gebirge ist auch ein wenig kapriziös: Mit raschen Wetterumschwüngen ist zu rechnen, worauf sich besonders Bergwanderer bei der Planung längerer Touren einstellen müssen.
Ein alpines Wetterphänomen ist der Föhn, der entsteht, wenn Süd- bzw. Nordwinde den Alpenhauptkamm überqueren. Im Staugebiet, wo die Luftmassen aufsteigen, regnet es, auf der anderen Seite des Gebirges - im Föhngebiet - ist das Wetter meist schön und die Luft klar. Innsbruck ist ein bekanntes Südföhngebiet mit durchschnittlich 64 Föhntagen im Jahr. Vermehrt tritt der Föhn im Frühjahr und Herbst auf, oft böig und orkanartig. Hüte festhalten und die zerstrubbelte Frisur als Föhnfrisur deklarieren!