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Auf einer Nord-Süderstreckung von nur 70 km erhält man hier einen vollständigen Querschnitt durch alle bedeutenden alpinen Großeinheiten, in Streifen von Norden nach Süden angeordnet. Der nördliche Bregenzerwald - hier liegt der Pfänder bei Bregenz - gehört zum Alpenvorland (Molassezone). Südlich folgen im mittleren Bregenzerwald das Helvetikum (Hoher Freschen, Kanisfluh, Mittagsfluh, Hohen Ifen) und die Flyschzone (Großes Walsertal). Molasse, Helvetikum und Flyschzone bestehen zum größten Teil aus leicht verwitternden, weichen Gesteinen, die Landschaftsformen sind daher abgerundet und bis in große Höhen von Vegetation bedeckt. Im Gegensatz dazu stehen die schroffen Felsformen der Kalkalpen (Lechtaler Alpen und Rätikon). Südlich des zum Arlberg verlaufenden Klostertales steigen die Zentralalpen an mit der Verwall- und der Silvrettagruppe; hier liegt der höchste Berg Vorarlbergs, der Piz Buin (3312 m). Die Gletscher der Eiszeiten schürften das Rheintal mehrere hundert Meter tief aus. Eindrucksvolle eiszeitliche Bildungen sind die über dem Walgau mündenden Trogtäler aus dem Rätikon (Gamperdonatal, Saminatal) sowie Kare, Moränenwälle, eindrucksvolle Gletscherschliffe und Schotterterrassen. Der Bodensee reichte in der teilweise übertieften Hohlform des Rheintales und nach dem Abschmelzen des Eises weit nach Süden, bis nach Sargans. In nur 10 000 Jahren verlandete der Ur-Bodensee. Erst durch die Rheinregulierung wurde der früher mäandrierende Fluß in die Schranken gewiesen. Seither gelangen die mitgeführten Sedimente auf schnellstem Wege in den See, wo sie sich bei Nachlassen der Strömung ansammeln. Das Rheindelta wuchs auf diese Weise in den letzten 100 Jahren um 200 m in den See hinein.
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